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Lebenslauf

von Prof. em. Dr. iur. DDr. iur. h.c. Regina Kiener

 

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern, Patentierung zur Berner Fürsprecherin (1989). Promotion mit einem staatsrechtlichen Thema (1994, Preis der Professor Walther Hug-Stiftung). Habilitation im Bereich des Justizverfassungsrechts (Richterliche Unabhängigkeit, 2000), jeweils an der Universität Bern. Ab 2001 ordentliche Professorin für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Bern, ab 2009 ordentliche Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Zürich. Mehrwöchige Gastprofessur an der Hebrew University Jerusalem (2011). Einladungen als Gastforscherin an die University of California Berkeley, die UBC-School of Law Vancouver, ans Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht Heidelberg, an die Universität Warschau und ans Bonavero Institute for Human Rights der Universität Oxford, mit Fellowship am Mansfield College der Universität Oxford.

 

Die Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Grund- und Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit (insbesondere dem Justizverfassungsrecht), dem Verfahrensrecht und dem Polizeirecht. In diesen Bereichen zahlreiche Publikationen und verschiedene SNF-Projekte, u.a. mehrere SNF-SCOPES-Projekte in Tbilisi/Georgien. Mitglied der Forschungskommission SNF an der Universität Bern (2001-09).

Nebentätigkeiten betreffen u.a.: Richterin am Justizgericht des Kantons Aargau (2014-22), Mitglied der Ständigen Schiedsinstanz der Schweizerischen Universitätskonferenz SUK (2013-18), Mitglied der Zulassungskommission für das Corps diplomatique im EDA (2014-22), Mitglied der Eidg. Übernahmekommission UEK (2008-13). Dozentin am Kompetenzzentrum Public Management (kpm) der Universität Bern, an der Schweizerischen Richterakademie und am Schweizerischen Polizeiinstitut SPI. Mitglied verschiedener Preisgerichte, u.a. Schweizerische Stiftung für Auslandforschung SIAF.

 

Breite Expertentätigkeit für Bund, Kantone und Gemeinden. Internationale Beratungstätigkeit für die OSZE/Max-Planck-Minerva-Forschungsgruppe zur Unabhängigkeit der Justiz in Osteuropa, im Südkaukasus und in Zentralasien sowie von USAID zur Justiz in Nordmazedonien. Mitglied des Ad-hoc-Expertenausschusses des Europarates für rechtliche, operative und technische Standards für E-Voting (2015–2016) und Mitglied der Kerngruppe für die Beratung der Zivilgesellschaft von Belarus betr. Entwurf zu einer neuen Verfassung, auf Einladung des Aussenministeriums der Republik Österreich (2021). Rechtskonsulentin und Wahlbeobachterin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats anlässlich der Parlamentswahlen in der Republik Moldova (2025).

 

Seit 2013 von der Schweiz ernanntes Mitglied der Kommission für Demokratie durch Recht des Europarats („Venice Commission“, 2020-21 Vizepräsidentin, aktuell Mitglied des Boards). In diesem Zusammenhang Expertentätigkeit (Analyse von nationalen Rechtsetzungsvorhaben mit Implikationen für Menschenrechte, Demokratie und Rechtstaatlichkeit, insb. Justiz) in Albanien, Armenien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Georgien, Italien, Kosovo, Lettland, Moldova, Nord-Mazedonien, Ungarn, Polen, Serbien, Spanien, Tunesien, Türkei und Ukraine, zumeist wiederkehrend. Mitautorin von Amicus Curiae-Gutachten für die Venedig-Kommission zuhanden der Verfassungsgerichte von Armenien (zur Sanktionierung von Personen bei privaten Eingriffen in die Demonstrationsfreiheit) und der Ukraine (zur Wehrdienstverweigerung in Kriegszeiten). Expertin für zahlreiche Studien und Berichte der Venedig-Kommission.

 

Ehrendoktorin der Universitäten Basel (2025) und Fribourg (2025), Mitglied der Academia Europeae (seit 2021).

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